Bauernhofpension
Ansfelden
vulgo "Herzog zu Laah"
Betriebliche Eckdaten
20 ha Ackerbau, 5 ha Wald, 3 ha Wiesen und Obstgarten
Bauernhofpension
Motivation: Was war der Ausgangspunkt bzw. die Überlegungen für das Veränderungsvorhaben?
Im Jahr 1986 hat das Ehepaar Langmayr den elterlichen
Schweinezucht-Betrieb von Christians Familie übernommen. Als 2004 neue
Bestimmungen für die Schweinehaltung eingeführt wurden, tagte der
Familienrat und gemeinsam wurde über die Zukunft des Betriebes beraten.
Den
Eltern war es wichtig, die Entscheidungen gemeinsam mit ihren Töchtern
Katharina und Magdalena zu treffen und deren Zukunftspläne zu
berücksichtigen. So entschied sich die Familie gegen den Neubau einer
großen Halle für die Schweinezucht und für eine gänzliche
Neuorientierung mit besonderem Bedacht auf die Erhaltung des
Vierkanthofes und dessen wirtschaftliche Nutzung.
Durch die in
den 90er Jahren gebaute Auszugswohnung, die vermietet wurde, kam die
Idee, dies noch weiter auszubauen. „Da wir schon immer gerne Gäste am
Hof hatten, kamen wir auf die Idee „Urlaub am Bauernhof“ anzubieten“.
Intention: Was wollten Sie damit erreichen und wie funktionierte die genaue Umsetzung? Was wurde gemacht? Was waren die Holpersteine? Was gibt es zu beachten, wenn man etwas Ähnliches machen möchte?
Gesagt getan! Im Südtrakt des Hofes – ehemals Scheune und Getreidelager
in Holzbauweise – entstand ein Gästebereich mit einzigartigem Ambiente.
13 modern ausgestattete Zimmer mit insgesamt 24 Betten stehen seit 2010
für die Gäste bereit. Die Kochmöglichkeit wurde überall eingebaut, weil
man ja nicht abschätzen konnte, ob das Konzept auch aufgehen würde.
Darum sollten die Zimmer so ausgestattet werden, dass diese auch als
Appartements wochenweise vermietet werden können. Viele Pensionsgäste
schätzen heute diese Sonderausstattung! 2022 wurde der Betrieb an Magdalena übergeben.
„Wichtig ist, dass alle
an einem Strang ziehen und man die Kräfte bündelt“, sagt Margarete, die
in Enns noch als Lehrerin tätig ist. Eine Bauernhofpension, wie diese,
ist sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig. „Wichtige Voraussetzung ist,
dass man gerne ständig von Menschen umgeben ist. Offen sein für andere
Kulturen und ehrliche Herzlichkeit ohne sich aufzudrängen – das sind
Grundvoraussetzung für diesen Beruf“, sagen Christian und Margareta.
Emotion: Wie geht es Ihnen mit dem Ergebnis? Würden Sie heute etwas anderes machen; wenn ja was?
Dass ihr
Konzept stimmt, beweisen die zahlreichen Stammkunden sowie ein Blick in
die spannenden Einträge im Gästebuch in den unterschiedlichsten Sprachen
und die tollen Bewertungsergebnisse auf diversen Internetportalen.
Ganz
bewusst hat sich die Familie auch gegen das klassische
Urlaub-am-Bauernhof-Angebot mit Tierhaltung entschieden. Typisch für
Linz-Land sind der Ackerbau und die Vierkanthöfe, so authentisch soll
der Gast die Region auch erleben.