Hofgarten
Piberbach
vulgo "Langeder"
Renate und Walter Rogl
4533 Piberbach
fest.garten(at)gmail.com
Betriebliche Eckdaten
15 ha Ackerbau, 2 ha Wald
Streuobstwiesen, Hofgarten
Motivation: Was war der Ausgangspunkt bzw. die Überlegungen für das Veränderungsvorhaben?
Im Jahr 1983 wurde der „Langeder-Hof“ von Renate und Walter Rogl
übernommen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden beim Langeder noch Schweine
gezüchtet. Notwendig gewordene, aufwändige Modernisierungsmaßnahmen
veranlassten die Familie Rogl jedoch den Betriebszweig aufzulösen und
sich neu zu orientieren. Ein Umstieg auf Putenmast war angedacht, wurde
aufgrund der wirtschaftlichen Probleme von großen Abnehmerbetrieben
allerdings wieder verworfen.
2001 kam Renate dann im Zuge eines
bäuerlichen Unternehmerseminars zum ersten Mal mit dem Thema
„Schaugarten“ in Berührung. Da sie sich immer schon für Pflanzen
interessierte und den hauseigenen Garten liebevoll pflegte, ließ sie
diese Geschäftsidee nicht mehr los.
Intention: Was wollten Sie damit erreichen und wie funktionierte die genaue Umsetzung? Was wurde gemacht? Was waren die Holpersteine? Was gibt es zu beachten, wenn man etwas Ähnliches machen möchte?
Doch es sollte noch eine Weile dauern, bis ihr Traum Wirklichkeit wurde.
Zuerst begannen Walter und Renate mit der Sanierung des Hofes. 1990
zerstörte ein Hagelsturm drei Viertel des Daches und erforderte die
Erneuerung des Dachstuhls samt Eindeckung. Im Jahr 2007 wurde die
Fassade neu gestaltet. Die Familie entschied sich für einen barocken
Ladenputz kombiniert mit dem im Mostviertel typischen Schlämmputz.
Familie
Rogl wollte auch die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und Flächen
rund um den Vierkanter wirtschaftlich nutzen und dachte über eine
zusätzliche Einkommensquelle nach. Mit ihrer Vision vom Schaugarten im
Hinterkopf, engagierte sich Renate 2010 im Arbeitskreis „Landwirtschaft“
der LEADER-Region Linz-Land. Es bildete sich eine Gruppe von
Garteninteressierten mit der Idee, in der Region Schaugärten zu
entwickeln. Daraus entstanden ist das nachhaltige Tourismusprojekt
„Hofgärten Linz-Land“ – seit 2011 laden 12 bäuerliche Themengärten in
Linz-Land zum Eintauchen in die Welt der Gartenkultur ein.
Emotion: Wie geht es Ihnen mit dem Ergebnis? Würden Sie heute etwas anderes machen; wenn ja was?
Mit der Eröffnung des Iduna-Gartens ging für Renate Rogl endlich der
Traum vom Schaugarten in Erfüllung, hier kann sie ihrer Kreativität
freien Lauf lassen. Ihre Liebe zur Natur spüren auch die Besucher des
Gartens, die rund um den Vierkanthof eine Symbiose aus drei
Generationsstilen erwartet: bäuerlich, modern-formal oder üppige
Blütenfülle im Landhausstil.
Durch die Restaurierung des
Gewölbes und die Schaffung eines neuen Eingangsbereiches kam es auch zu
einer „Familienzusammenführung“ – Sohn Christoph und seine
Lebensgefährtin, die viele Jahre auswärts wohnten, sind wieder am
elterlichen Hof eingezogen.
Renate und Walter Rogl sind
zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Mühen – wesentlich dazu beigetragen hat
die gründliche Planung des Umbaus unter Berücksichtigung der
vorgegebenen Maße des Vierkanters und der Anforderungen des
Arbeitsalltags.